Zur Internetpräsenz der Stadt LohmarZur Internetpräsenz der Gemeinde MuchZur Internetpräsenz der Gemeinde Ruppichterot
(Foto: ©Klimakompakt)

Insektenhotels - die wenigsten taugen wirklich was

Was in den Bau- und Gartenmärkten üblicherweise als Insektenhotel verkauft wird, hat diesen Namen leider häufig nicht verdient. Die "Standardausstattung" der üblichen Insektenhotels wird leider kaum angenommen. Fächer mit Kiefernzapfen, Borkenstückchen, Holzhäcksel, Stroh und Heu werden überhaupt nicht besiedelt. Auf der Seite www.wildbienen.de oder www.wildbienenschreiner.de wird gezeigt was wirklich funktioniert mit zahlreichen Bauhinweisen.

Drei Viertel aller einheimischen Wildbienenarten nisten im Erdboden, da sind die klassischen Insektennisthilfen für viele nutzlos. Für diese kann man magere, lückig oder nicht bewachsene Bodenbereiche zur Verfügung stellen. Wer keine mageren Ecken hat oder seinen Balkon nutzen will kann auch große mit Sand gefüllte Blumentöpfe bereit stellen. Auch diese werden manchmal besiedelt.

Wildbienen sind harmlos, sie können Sie nicht stechen!

Verglichen mit den Honigbienen die Ihren Bienenstock verteidigen sind alle Wildbienenarten äußerst Friedfertigkeit. Und selbst wenn sie stechen wollten, sie kämen mit ihrem Stachel gar nicht durch die zähe Haut des Menschen. Lediglich zwei Hummelarten (Baumhummel und Dunkle Erdhummel – Hummeln gehören ja auch zu den Wildbienen) reagieren manchmal mit Angriffen wenn sie sich im unmittelbaren Nestbereich gestört fühlen. Die durchschnittliche solitäre Wildbiene zeigt keinerlei Aggressionspotential. Sie flüchtet lieber, da sie als alleinerziehende Mutter die einzige ist die Ihren Nachwuchs versorgen kann. Da geht man besser kein unnötiges Risiko ein.