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Klimaschutzprogramm 2030 - Förderungen im Gebäudebereich

Das Bundeskabinett hat am 09.10.2019 den Entwurf des Klimaschutzgesetzes und das Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung beschlossen.

Die wichtigsten Punkte für den Gebäudesektor finden Sie im Folgenden zusammengefasst:


Steuerliche Förderung energetischer Sanierungsmaßnahmen

Die steuerliche Förderung energetischer Sanierungen bei selbstgenutztem Eigentum soll ab 2020 in Ergänzung zur bereits existierenden Förderung eingeführt werden. Bei Sanierungsmaßnahmen, die die technischen Anforderungen der Gebäudeförderung ( KfW , BAFA) einhalten, soll ein über drei Jahre verteilter Abzug von der Steuerschuld in Höhe von 20 % der Investitionskosten möglich sein. Dazu liegt bereits ein Gesetzentwurf
vor. Alternativ kann weiterhin die bisherige Förderung ( KfW -Gebäudesanierungsprogramm oder BAFA-Marktanreizprogramm) genutzt werden. Diese Förderprogramme sollen zukünftig „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG) genannt werden und dort soll die Förderung von Einzelmaßnahmen um 10 Prozentpunkte erhöht werden.

Bundesförderung für effiziente Gebäude

Mit der neu konzipierten „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG) sollen "voraussichtlich in 2020" die bestehenden investiven Förderprogramme im Gebäudebereich zu einem einzigen, umfassenden und modernisierten Förderangebot gebündelt und inhaltlich optimiert werden. Damit soll die Adressatenfreundlichkeit und Attraktivität der Förderung deutlich gesteigert und die Antragsverfahren deutlich vereinfacht werden. Es soll nur noch ein Antrag für Effizienzmaßnahmen und Erneuerbare Energien genügen. Die Mittelausstattung des Programms soll erhöht werden.
Für umfassende Sanierungen zu einer Effizienzhausstufe im Bereich Wohngebäude sollen die Fördersätze um 10 Prozentpunkte erhöht werden.
Zudem möchte man im Rahmen der KfW -Förderung dafür sorgen, dass weitere Zielgruppen durch direkte Zuschüsse gefordert werden können (z. B. steuerbefreite Wohnungsgenossenschaften; Wohnungsunternehmen mit hohen Verlustvortragen; Personen ohne oder mit nur geringer veranlagter Steuerschuld wie z. B. Rentner; Vermieter; Eigentümer eigenbetrieblich genutzter Gebäude).

Erneuerung von Heizanlagen

Um die Austauschrate von Ölheizungen zu erhöhen, soll eine „Austauschprämie“ mit einem Förderanteil von bis zu 40 Prozent für ein neues, effizienteres Heizsystem in die „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG) integriert werden.
Ziel des neuen Förderkonzepts ist es, für alle derzeit mit Heizöl betriebenen Heizungen einen attraktiven Anreiz zur Umstellung auf erneuerbare Wärme, oder, wo dies nicht möglich ist, auf effiziente hybride Gasheizungen, die anteilig EE einbinden, zu geben. Zudem soll der Einbau von Ölheizungen in Gebäude, in denen eine klimafreundlichere Wärmeerzeugung möglich ist, ab 2026 nicht mehr gestattet sein. Im Neubau und Bestand sollen jedoch Hybridlosungen auch künftig möglich. Dies soll noch 2019 im Gebäudeenergiegesetz verankert werden.

Energieberatung

Die „Energieberatung für Wohngebäude“ soll verbessert und die Förderung von 60 % auf 80 % angehoben werden. Zu bestimmten Anlässen (z.B. Eigentümerwechsel) sollen Beratungen obligatorisch werden. Dies soll noch 2019 im Gebäudeenergiegesetz verankert werden. Die Kosten sollen über die bestehenden Förderprogramme gedeckt werden.

 

Das komplette Klimaschutzprogramm können Sie hier herunterladen:

Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung

Fördermittel: Wofür und von wem?

So vielfältig wie die Energiesparmaßnahmen und Einsatzmöglichkeiten von Erneuerbaren Energien sind, so vielfältig sind auch die Möglichkeiten einer finanziellen Unterstützung. Viele Maßnahmen zur Energieeinsparung oder zur Energieerzeugung mir erneuerbaren Energien werden finanziell gefördert.

Um sich im Förderdschungel zurechtzufinden und das optimale herauszuholen sollte man unbedingt mit einem zertifizierten Energieberater zusammenarbeiten. Einen ersten Überblick über die gesamte Förderlandschaft auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene verschaffen Ihnen die folgenden Internetportale: 

Mit dem Förder.Navi Förder.Navi schneller ans Ziel. Das Online-Tool der EnergieAgentur.NRW navigiert Sie durch den Förderdschungel in den Bereichen Erneuerbare Energien, Energieeinsparung oder Klimaschutz. Hier werden alle Bundes- und Landesförderungen für das Land NRW benannt.

Über eine einfache Schnellsuche oder auch eine detailliertereAbfrage finden Sie in der Förderdatenbank des BMWi (Bundesminiterium für Wirtschaft und Energie) alle relevanten Förderprogramme und Finanzhilfen des Bundes, der Länder und der EU.

Beim Förderlotse der NRW-Bank finden Sie schnell und unkompliziert die Förderprodukte der NRW-Bank, des Landes NRW, des Bundes und der EU.

Auch der BINE Informationsdienst bietet Ihnen online einen Wegweiser durch die Vielzahl der Förderprogramme in Deutschland. In der Rubrik Förder-NEWS finden Sie interessante Neuigkeiten. Außerdem erhalten Sie Tipps, die zu einer erfolgreichen Antragstellung beitragen.

In Deutschland gibt es eine Vielzahl von Förderprogrammen speziell für den Neubau und die Modernisierung von Wohnhäusern. Der FördermittelCheck von CO2online hilft Ihnen, die Programme zu finden, die für Ihr Bau- oder Modernisierungsprojekt in Frage kommen. Der FördermittelCheck findet für die geplanten Modernisierungsmaßnahmen die passenden Förderprogramme der Kommune, des Landes und des Bundes: So stimmt er Förderprofil und Maßnahmenprofil aufeinander ab.

Übrigens: Je nach Region gibt es auch Zuschüsse von den örtlichen Energieversorgern. Für Erdgasanschlüsse, für Erdgasautos, für Elektrofahrzeuge, für KWK , für elektrische Wärmepumpen oder für energiesparende Haushaltsgeräte. Die aktuellen Informationen hierzu finden Sie bei der Energieagentur.NRW.
Fördermöglichkeiten über die Energieversorgungsunternehmen (EVU) in NRW

Die wichtigsten Portale für Bundesförderungen

Informationen zu den Förderprogrammen der KfW -Bank ( KfW - Kreditanstalt für Wiederaufbau) für Privatpersonen, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen finden Sie auf www.kfw.de.

Das Portal der BafA (BafA - Bundesamt für Wirtschaft  und Ausfuhrkontrolle - Kompetenzzentrum für Außenwirtschaft, Wirtschaftsförderung, Energie und Klimaschutz) informiert Sie über seine umfangreichen Angebote für Kommunen, Unternehmen und Privatleute zum Thema Energie und Wirtschaftsförderung.
Hier finden Sie auch die Förderangebote für kleinere Anlagen zum Heizen mit Erneuerbare Energien für Privathaushalte und Unternehmen oder auch zum Förderprogram für Vor-Ort-Beratungen für Haus- und Wohnungseigentümer.

Ausführliche Informationen zum Marktanreizprogramm (MAP) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie finden Sie hier.

Im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative fördert das Bundesamt für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit Programme die den Klimaschutz in Deutschland voranbringen.
Die Nationale Klimaschutzinitiative richtet sich sowohl an Verbraucherinnen und Verbraucher als auch direkt an die Kommunen. Ebenso werden die Wirtschaft und der Bildungsbereich angesprochen. Alle vier Akteure spielen eine wichtige Rolle bei der Erreichung der Klimaschutzziele.