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Wie sinnvoll ist Biosprit?

Kurz gesagt; die Verwendung von Biosprit ist energetisch und klimapolitisch sinnlos:

  1. Der Anbau der benötigten Biospritpflanzen erfolgt in energieintensiver industrieller Landwirtschaft. Die großzügig eingesetzten künstlichen Stickstoffdünger, Pestizide und Treibstoffe und die anschließende Raffination verbrauchen große Mengen fossiler Energie. Außerdem entweicht ein Teil des Stickstoffdüngers als stark klimaschädliches Lachgas in die Atmosphäre.

  2. Biosprit ist Klimaschädlich, weil er Naturflächen vernichtet, in denen große Mengen an Kohlenstoff gespeichert sind. Um die „Bio“-Treibstoffpläne der EU zu erfüllen müssten bis zu 6,9 Millionen Hektar natürlicher Ökosysteme für neuen Biospritanbauflächen weichen. Da diese Flächen in Europa kaum noch vorhanden sind, müssten Regenwälder und Savannenflächen in Ländern wie Brasilien und Argentinien gerodet werden. Dann ist Biosprit bis zu achtmal klimaschädlicher als fossiler Kraftstoff.

  3. Dazu kommt, dass der Einsatz von Biosprit andere sinnvolle Klimaschutzmaßnahmen im Verkehrsektor, wie die Reduktion des Treibstoffverbrauchs und des motorisierten Individualverkehrs verhindert.

Lesen Sie mehr dazu in der Agrosprit-Infokampagne des Umweltinstitutes München e.V.

 

(Quelle: Umweltinstitut München e.V. - http://www.umweltinstitut.org/index.php?id=202&activeTab=1)