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Erneuerbare Energien

Der Energiebedarf in Deutschland wird von Jahr zu Jahr mehr durch erneuerbare Energien gedeckt. Im Jahr 2014 lag ihr Anteil an der Bruttostromerzeugung bei 25,8 Prozent. Im Jahr 2015 ist der Anteil der erneuerbaren Energien auf über 30 Prozent gestiegen.

Seit Einführung des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) im Jahr 2000 stieg der Anteil der Erneuerbaren am Bruttostromverbrauch von sechs auf über 30 Prozent an. Um den Klimawandel zu stoppen reicht es jedoch noch nicht. Daher soll bis zum Jahr 2025 ein Anteil von 40 bis 45 Prozent erreicht werden. Bis zum Jahr 2035 soll dieser Anteil noch auf 55 bis 60 Prozent des in Deutschland verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Energien ausgebaut werden. 

Wind- und Sonnenenergie sind die bedeutendsten erneuerbaren Energieträger bei der Energiewende. Aber auch Biomasse , Wasserkraft und Geothermie leisten einen wertvollen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung.

Sonnenergie lässt sich auf vielfältige Weise direkt nutzen: zur Beheizung unserer Gebäude, zur Warmwasserbereitung und zur Stromerzeugung in Solarzellen.

Die Windenergie hat inzwischen einen Anteil von über neun Prozent an der deutschen Stromerzeugung und ist daher von großer Bedeutung für die Energiewende. Allein die in der deutschen Nord- und Ostsee errichtete Windenergieleistung lag Ende des Jahres bei 2.340 Megawatt.

Biomasse kann in fester, flüssiger und gasförmiger Form zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt werden. Die verschiedenen energetisch genutzten Biomassen hatten 2014 einen Anteil von knapp zwei Drittel an der gesamten Endenergie die aus erneuerbaren Energiequellen bereitgestellt wurden.

In Lohmar, Much und Ruppichteroth hat neben den gängigen Energieträgern Sonne und Biomasse vor allem die Geothermie noch ein erhebliches Ausbaupotenzial. Die geologisch-hydrogeologischen Voraussetzungen sind sehr günstig aufgrund des felsigen Untergrundes (Wechsellagerung Sandstein/Tonstein). Mit Entzugsleistungen von ca. 55 W/m können Erdwärmesonden sehr effizient und wirtschaftlich errichtet werden.

Der Rhein-Sieg-Kreis hat mit Unterstützung der Kreissparkasse Köln bei dem Salzburger Forschungsinstitut iSPACE die Modellstudie "EnergieRegion Rhein-Sieg" erarbeiten lassen. Grundlage der Studie sind amtliche Daten. Es zeigt sich, dass zur Erzeugung und Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Stromerzeugung im Rhein-Sieg-Kreises bei Wärme und Strom noch ein hohes ungenutztes Potenzial besteht.  
Die Potenziale und Bedarfe für Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien im Rhein-Sieg-Kreis werden in einem interaktiven digitalen Kartenwerk dargestellt (Link zur interaktiven Karte auf http://energieregion.benndorf.de/).