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Klimafreundliche Ernährung

(Foto: ©Klimakompakt)

Unser Ernährungs- und Einkaufsverhalten trägt einen wesentlich Teil zu unserer hohen CO2-Bilanz bei.  Laut Umweltbundesamt entfallen allein 13 % der pro Kopf-Treibhausgasemissionen auf Ernährung. Hier hat wirklich jeder die Möglichkeit seine persönliche CO2-Bilanz deutlich zu verbessern.

Bei der Erzeugung und dem Transport von Lebensmitteln sind bereits 45 % der Treibhausgase entstanden. Hier können wir schon eingreifen, indem wir bei der Auswahl der Waren auf kurze Transportwege (regionale Produkte), kurze Lagerzeiten (frische Ware) und ökologische Herstellung achten. Die restlichen 55 % produzieren wir durch unseren Energieverbrauch bei Einkaufsfahrten, Lagerung und Zubereitung. Entsprechend groß sind unsere Einflussmöglichkeiten die CO2-Emissionen in diesem Bereich zu reduzieren.

Mit den folgenden Tipps können Sie Ihre persönliche CO2-Bilanz deutlich verbessern:

1. Essen Sie weniger tierische Produkte.
Fleisch (und vor allem Rindfleisch) hat eine sehr ungünstige CO2-Bilanz. Aber auch Fisch, Eier und Milchprodukte machen sich in Ihrer persönlichen Klimabilanz deutlich negativ bemerkbar.

2. Essen Sie regionale und saisonale Produkte.
Achten Sie auf die Herkunft und die passende Saison. Das ist nicht nur klimafreundlich sondern schmeckt auch am besten.
(Saisonkalender finden Sie u.a. hier: www.VZ-NRW.de/saisonkalender)

3. Kaufen Sie bevorzugt unverpackte Lebensmittel - vermeiden Sie Plastikmüll
Es geht nicht überall, aber es gibt Geschäfte in denen man unverpackte Lebensmittel kaufen kann. Natürlich ist es sinnvoll entsprechende wiederverwendbare Behälter mitzunehmen.

4. Wählen Sie bevorzugt ökologische Lebensmittel aus.
Durch den Verzicht der Biobauern auf mineralischen Stickstoffdünger und importiertem Kraftfutter verursachen diese Lebensmittel weniger CO2-Emissionen. Nebenbei unterstützen Sie artgerechte Tierhaltung und eine Landwirtschaft die frei von Pestiziden und Gentechnik ist.

5. Bevorzugen Sie frische und wenig verarbeitete Produkte.
Denn je länger ein Produkt gekühlt werden muss und je umfangreicher ein Lebensmittel verarbeitet wurde, desto schlechter ist seine CO2-Bilanz.

6. Nutzen Sie das Fahrrad, den Bus oder gehen Sie zu Fuß zum Einkaufen.
Häufig genug machen die letzten Meter des Verbrauchers vom Markt zum Kühlschrank die gute CO2-Bilanz beim Kauf von klimafreundlichen Produkten wieder zunichte. Angebote wie "Tante VRoni" in Lohmar-Heide machen kurze Wege möglich. Ein Projekt das Schule machen sollte.

7. Beachten Sie auch Lagerung und Weiterverarbeitung Ihrer Lebensmittel.
Nutzen Sie effiziente Haushaltsgeräte und betreiben Sie diese mit Ökostrom. Kühl- und Gefrierschränke machen rund ein Drittel des Stromverbrauchs im Haushalt aus.

8. Werfen Sie keine Lebensmittel weg!
Resteverwertung ist klimafreundlich. Aber nicht nur deshalb sollten Sie keine Lebensmittel wegwerfen. Auf www.zugutfuerdietonne.de erfahren Sie mehr dazu.

9. Laden Sie häufiger Freunde ein!
Gemeinsam kochen macht Spaß, spart CO2 und ist gut für die Seele.

"Das Klimakochbuch" - Klimafreundlich einkaufen, kochen und genießen

Das Klimakochbuch enthält Rezepte für alle, die klimafreundlich einkaufen, kochen und genießen wollen.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks sagt im Vorwort des Buches: "Fast ein Fünftel der globalen Treibhausgasemissionen hängt mit unserer Ernährung zusammen. Das Klimakochbuch lädt mit guten Ideen und Anregungen zum Nachkochen, Nachdenken und Genießen und zu einem aktiven Klimaschutz ein." -> Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums

KOSMOS Verlag: Klimakochbuch